Solarenergie
Es liegt so nah, die Kraft der Sonne zu nutzen. Sie ist stark genug, das gesamte Klima des Planeten für Mensch und Tier lebenstauglich zu machen, scheinbar unsterblich und allgegenwärtig. Und so denkt man häufig als erstes an Solarenergie und Solartechnik, wenn man über erneuerbare Energie spricht. Die wirtschaftliche Bedeutung der Produktion von Solarenergie ist in Deutschland mittlerweile deutlich gestiegen; laut des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie konnte der mit deutscher Solartechnik erzielte Umsatz innerhalb von nur sechs Jahren von 450 Millionen auf ca. 4,9 Milliarden klettern. Deutschland ist mittlerweile — so das Ministerium — größter „Solarthermiemarkt Europas“ und die weltweite Nummer ZWEI (hinter Japan) in der Photovoltaik. Mit der Sonne macht man gute Geschäfte.
Im letzten Absatz haben wir zwei wichtige Begriffe aufgeführt, die für unterschiedliche Nutzung der Solarenergie stehen: Bei der Solarthermie wird die Kraft der Sonne für die Wärmeerzeugung genutzt, bei der Photovoltaik für die Stromerzeugung. Passende Anlagen existieren in verschiedenen Größenausführungen, um kleine Einfamilienhäuser ebenso wie große Stadthallen mit Strom und/oder Wärme aus Solarenergie zu versorgen. Im Aufbau sind sich viele ähnlich. Schauen wir uns doch zunächst einmal eine kleine Solarthermie – Anlage an: Der Sonne am nächsten sind die Sonnenkollektoren, von denen es verschiedene Ausführungen gibt: etwa Flach- und Vakuumröhrenkollektoren. Beide enthalten einen so genannten Absorber; ein Metallblech, das sich beim Auftreffen der Sonnenstrahlen erwärmt. Die so entstehende Wärme wird dann von einer Trägerflüssigkeit in einem Rohrsystem weitertransportiert und dient — etwa, indem sie einen Wärmetauscher durchfließt — beispielsweise der Erwärmung von Trink- und Brauchwasser. Für die Stromerzeugung aus Solarenergie setzt man — zumindest im privaten Bereich — auf Solarzellen. Bei der Produktion von Solarzellen werden Halbleiter eingesetzt, wobei bei einem Großteil heutiger Solarzellen der Halbleiter Silizium heißt. Halbleiter wiederum heißen Halbleiter, weil sie bei der Zufuhr von Licht und Wärme zu elektrischen Leitern werden, was sie bei gesunkenen Temperaturen nicht sind. Zur Stromproduktion wird jeweils eine positiv und eine negativ aufgeladene Halbleiterschicht in eine Solarzelle integriert; zwischen ihnen bildet sich eine so genannte p-n Schicht, in der ein elektrisches Feld entsteht. Sonnenenergie kann auch indirekt zur Stromerzeugung verwendet werden, indem beispielsweise Parabolspiegel Öl als Träger erhitzen, das seinerseits Wasser verdampft. Der Dampf treibt dann eine Turbine an. Wer heute beispielsweise als Privatmann auf Solarenergie setzen und Geld sparen möchte, sollte sich gut nach Fördermöglichkeiten erkundigen, die Finanzierungen eindeutig erleichtern. Erkundigen Sie sich doch einmal!