Pelletsheizung — kleine Pellets, große Wirkung

Holz ist als Brennstoff modern geworden, nachdem es eine Weile ein Schattendasein führt. Viel von sich reden gemacht, haben etwa die Pelletsheizungen. Holzpellets sind kleine Stäbchen aus Restholz, die durchschnittlich vier bis 10 Millimeter Durchmesser besitzen und zwei bis fünf Zentimeter lang sind. Für die Produktion von Holzpellets nutzt man die bei Holzarbeiten entstehenden Abfallprodukte, um sie in Heizmaterialien umzuwandeln. Diese Abfälle werden gesiebt und befeuchtet, anschließend so durch eine Matrize gedrückt, dass die stäbchenförmigen Pellets entstehen. Noch einmal kühlen und sieben, schon sind die Pellets einsatzbereit. Chemische Bindemittel kommen bei der Produktion nicht zum Einsatz, sodass Pellets eine durch und durch natürliche Energiequelle darstellen. Gute Holzpellets sind genormt, beispielsweise nach der ÖNORM M 7135; auf diese Normung sollte man achten, da Pellets minderer Qualität die Heizleistung und eventuell auch die Pelletszufuhr bei Pelletsheizungen stark beeinträchtigen können. Generell lässt sich sagen, dass etwa zwei Kilogramm Holzpellets einen Liter Heizöl ersetzen können. Pellets als Heizmaterial gelten als weitgehend CO2 – neutral und lassen sich einfacher lagern als Stückholz.

Pelletsöfen und Pelletsheizungen
Holzpellets werden in Pelletsöfen und Pelletsheizungen verfeuert. Pelletsöfen taugen dazu, einzelne Räume zu erwärmen und erbringen eine Leistung, die im Bereich zwischen sechs und 8 KW liegt. Zum Ofen gehört ein getrennter Vorratsbehälter. Mitunter werden die Pellets von Hand in die Brennkammer des Ofens gegeben. Um die Pellets von dort in den Ofen zu befördern, wird oftmals jedoch beispielsweise ein System mit einer Transportschnecke genutzt. Die Vorratsbehälter selbst werden häufig manuell befüllt. Im so genannten Brennertopf werden die Holzpellets mithilfe elektrischer Impulse gezündet. Pellets-Heizungen Systeme, die ganze Häuser beheizen können, erbringen eine Leistung von über 8 KW. Verschiedene Fördersysteme — etwa die Unterschubfeuerung oder das Walzenrostsystem — sorgen dafür, dass die Pellets aus dem Vorratsbereich in die Brennkammer gelangen. Pelletsheizungen können sehr gut mit Solaranlagen kombiniert werden und sind bisweilen auch so konstruiert, dass sie nicht allein Holzpellets, sondern beispielsweise auch Holzscheite und Holzhackschnitzel verfeuern können. Passende Heizanlagen für das Heizen mit Holz — so die Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt vom 05. Dezember 2007 — können finanziell gefördert werden.