Biowasserstoff
Schon Jules Verne schrieb 1870 (!) darüber, dass „Wasser eines Tages die Kohle der Zukunft“ werden könnte. Die Nutzung von Wasserstoff als Kraftstoff straft ihn jedenfalls nicht Lügen.
Wasserstoff ist keineswegs neu als Energieträger. Es war beispielsweise Bestandteil des so genannten Stadtgases, das einst beliebter Energieträger etwa für die Beheizung von Wohnungen war, bevor das Erdgas es ersetzte. Dass Stadtgas nicht ganz ungefährlich war, lag nicht am enthaltenden Wasser-, sondern am Kohlenstoff.
Für den Antrieb von Fahrzeugen mit Wasserstoff benötigt das jeweilige Fahrzeug einen Wasserstoff-Verbrennungsmotor. Der Wasserstoff wird dabei nicht wie der Diesel im Dieselmotor durch Verdichtung und damit verbundene Selbstentzündung entzündet; vielmehr kommt zu diesem Zweck eine Zündkerze zum Einsatz.
Biowasserstoff heißt aus genau demselben Grund BIO – Wasserstoff, aus dem Bio Ethanol BIO Ethanol heißt. Beides wird komplett aus Biomasse produziert.
Zurzeit testet die Wissenschaft verschiedene Methoden, die Wasserstoff-Produktion anzukurbeln. Für eine davon spielen beispielsweise Grünalgen und ein Enzym eine entscheidende Rolle, das sich „Hydrogenase“ nennt.
Das Enzym ermöglicht es Algen, aus Wasser einerseits Wasserstoff, andererseits Sauerstoff zu produzieren.
Dieses Enzym könnte man eines Tages verstärkt nutzen, um Wasserstoff im großen Stil herzustellen. Es könnte sein, dass man noch einiges hört… vom Biowasserstoff.
