Bio-Ethanol — fahren, nicht trinken!
Aus Weizen und Roggen macht man Brot. Oder Whiskey. Oder Kraftstoff; Bio-Ethanol beispielsweise.
Bio-Ethanol ist Ethanol, der allein aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird.
Und Ethanol — für alle Nicht-Chemiker — ist Teil der Gruppe der Alkohole. Die Gärung sorgt dafür, dass Zucker und Stärke umgewandelt werden in Ethanol und CO2. Dass Alkohol einen mitunter in Fahrt bringen kann, hat manch einer schon auf rauschenden Partys festgestellt. Ethanol kann jedoch auch Fahrzeuge zu Leistung antreiben.

Bio-Ethanol
Allerdings müssen Autos für das Fahren mit Ethanol extra umgebaut werden. Entweder wird dann ein Motor eingebaut, der allein mit Ethanol fährt, was angesichts der noch geringen Dichte von Tankstellen, die den Treibstoff anbieten, hier in Deutschland eher problematisch ist.
Oder man wandelt das jeweilige Auto in ein so genanntes Flexible Fuel Vehicle um. Sein Motor kann dann sowohl mit Ethanol-haltigem Kraftstoff als auch mit fossilem Kraftstoff betrieben werden. Wer wissen möchte, wo in Deutschland Bioethanol-Kraftstoffe verkauft werden, kann einen Blick auf die Internetpräsenz des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) werfen.
Als Rohstoff für Bio-Ethanol kann im Prinzip alles verwendet werden, was durch Vergärung Ethanol entstehen lässt: also neben Weizen und Roggen auch Mais, Zuckerrohr, selbst Pflanzenabfälle oder Stroh.
Wird das Ethanol beispielsweise aus Pflanzenabfällen gewonnen, so spricht man auch von Cellulose-Ethanol.
