Biomasse — ein Gebot der Nachhaltigkeit

Es gibt Wörter, die hat irgendwie jeder schon einmal gehört, ohne dass sich viele etwas darunter vorstellen können. Das Wort „Biomasse“ könnte zu diesen Wörtern gehören. Klären wir daher doch erst einmal, was Biomasse ist:

Als Biomasse wird all das definiert, was durch Lebewesen — Mensch, Tier und Pflanze — an organischer Substanz entsteht.

Organische Substanz kann dabei nette Umschreibung für den Kot von Tieren sein; als organische Substanz werden jedoch auch Pflanzen und abgestorbene Pflanzen oder Holz bezeichnet. Primärproduzenten von Bioenergie sind die Pflanzen, die ganz am Anfang der Nahrungskette stehen. Eine genaue und rechtsgültige Definition des Begriffes “Biomasse” gibt die so genannte Biomassenverordnung in Deutschland, kurz BiomasseV genannt.

Sie sehen, die Biomasse ist auch dem Gesetzgeber einige Überlegungen wert. Nicht zur Biomasse gehören Energieträger wie etwa das Erdöl. Auch Erdöl entstand ja ursprünglich aus organischen Substanzen, allerdings erst durch Millionen Jahre andauernde geologische Prozesse.

Durch diese Abgrenzung zum Erdöl kann Biomasse zu den erneuerbaren Energien gezählt werden.

Es gibt Länder auf dieser Erde, da sind organische Substanzen traditionell wichtiger Bestandteil der Energieversorgung in der Bevölkerung. Und auch in Deutschland sind die Zeiten noch nicht allzu lange her, in denen etwa Holzöfen weitaus größere Bedeutung für die Wärmeversorgung des Menschen hatten als heute.

Biomasse scheint jedoch auch hierzulande wieder an Bedeutung zu gewinnen: etwa als Grundsubstanz für Kraftstoff, als Ausgangsmaterial für Holzpellets, als Energieträger für Biomasse-Heizkraftwerke. Das Gebot der Nachhaltigkeit rückt in den Vordergrund; gewirtschaftet werden soll auf eine Weise, dass auch Kinder und Kindeskinder von den Gaben der Natur profitieren können: in gleichem Maße wie wir selbst. Es könnte sein, dass Biomasse in Zukunft nicht unerheblich zu diesem Ziel beiträgt.

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